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Der September wird spannend

Guten Tag liebe Leser,

der September wird ein spannender Monat. Warum? Nun ja, da gibt es mehrere Sachen.

Fangen wir mal bei der derzeit wichtigsten Sache an. In diesem Monat steht der in NRW vorgeschriebene Verhaltensprüfung, gemein hin auch als „Wesenstest“ bekannt, an. Im Alter von zwei Jahren hat sich der Hund und der oder die entsprechenden Hundeführer einer Prüfung durch einen Sachverständigen zu unterziehen. Wen es interessiert, findet hier auf der Seite unter dem Punkt „Rechtliches“ den Link zum Landeshundegesetz und den entsprechenden Durchführungsvorschriften.

Natürlich glauben wir, dass wir diese Prüfung bestehen. Schließlich arbeiten wir seit langer Zeit mit dem Hund. Dennoch bleibt immer ein wenig Unsicherheit oder Anspannung bestehen.

Wir werden Tanto, ebenso wie auch Apollo und Diago, von dem Sachverständigen Volker Sirvend in Dillenburg/Hessen prüfen lassen. Wir hatten bei ihm den Eindruck von hoher Kompetenz und Fairness gegenüber den sogenannten Kampfhunderassen. Wenn wir die Prüfung hinter uns haben folgt an dieser Stelle natürlich ein ausführlicher Bericht.

Was uns derzeit etwas Sorgen bereitet ist ein leichtes humpeln am rechten (Heike meint linken) Vorderlauf. Morgens deutlich mehr. Das ist auch nicht immer. Wenn Tanto normal geht, trabt oder läuft ist nichts zu sehen. Lediglich morgens früh beim ersten Spaziergang ist beim normalen Gehen ein leichtes humpeln auszumachen. Richtig auffällig ist es beim Wechsel von der Gangart Schritt in den Trab. Dann hat man den Eindruck, Tanto würde mit dem Vorderlauf durch eine kleine Kuhle laufen. Wenn er am Tag vorher ausgiebig getobt und gespielt hat ist es auch stärker ausgeprägt.

Wir sind etwas ratlos, was es sein kann. Es ist halt nicht immer da. Auch scheint er keine Schmerzen zu haben. Zumindest nicht so, als das es einen Dogo stören würde. Gleichwohl war diese Beeinträchtigung unter leichter medikamentöser Schmerzbehandlung völlig verschwunden. Wir sind noch etwas unschlüssig, wem wir Tanto vorstellen sollen. Alternativen sind die Tierklinik in Bielefeld, ein Tierarzt in Hamm oder Dr. Ali Hassan in Hamburg. Mal schauen. Aber das alles erst nach dem Wesenstest.

Das wäre es für heute. Aber nicht ohne aktuelle Bilder von Tanto.


Einen schönen Spätsommer wünscht

Rüdiger Freudenberg

Diago

Diago….im Alter von 8 Monaten ist er zu uns gekommen, das Leben in einem Haushalt war für ihn absolutes Neuland, der Kopf gerade mal so weit wie bei einem 10 Wochen alten Welpen, aber Power und Grösse eines jugendlichen Dogos.

Es war harte Arbeit, ihm beizubringen, das ein Hund nichts auf der Arbeitsfläche in der Küche zu suchen hat, das Teppiche und Schuhe nicht als Knabberspielzeug gedacht sind, das nicht jeder andere Hund, egal wie weit  entfernt, stürmisch begrüsst werden muss, u.s.w.

Gemeinsam mit unserer Hundetrainerin haben wir Diago beibringen können, wie sich ein Dogo in unserer Gemeinschaft gut einfügen kann.

Seinen Wesenstest hat er absolut souverän abgelegt, der Prüfer, Hr. Sirvend hat uns viel Freude mit diesem tollen Hund gewünscht. Nach den anstrengenden ersten 15 Monaten schien eine wunderschöne Zeit anzubrechen. Aber leider kam alles anders.

Bei Diago fiel uns ein zeitweises Lahmen an der Hinterhand auf, mal mehr, mal weniger, selten nichts. Und an einem Morgen hatte er eine komplette Lähmung seiner Rute. Wir vereinbarten einen Termin in der Tierklinik Hannover. Beim ersten Termin wurde er ausgiebig neurologisch untersucht, geröntgt – alles ohne Ergebnis. Er war allerdings auch so aufgeregt, das er hier nicht lahmte. Wir vereinbarten einen Termin zum MRT. Dieses ergab 2 Bandscheibenvorfälle, allerdings nicht operationswürdig. Ruhe und Schonung wurde uns angeraten – das bei einem 2jährigen!

Zu Beginn des neuen Jahres wurde die Symptomatik immer schlimmer, wir mussten Diago schon Schuhe anziehen, damit er sich seine Krallen nicht blutig schleifte. Durchs Internet bin ich auf Professor Dr. Ali Hassan in Hamburg gestoßen. Anfang April fuhren wir dann zu einem ersten Termin – Dr. Hassan schaute sich Diago an und vereinbarte mit uns am 5. Mai eine minimalinvasive Therapie, bei der der Bandscheibenvorfall mit Medikamenten „weggespritzt“ werden sollte.

Voller Hoffnung auf ein gutes Ergebnis brachten wir unseren Kleinen nach Hamburg, am Nachmittag sollten wir ihn dann wieder mitnehmen können. Doch leider konnte Diago seine hinteren Beine nicht mehr bewegen, der Professor meinte, das könnte mal vorkommen, am nächsten Tag sei das bestimmt wieder in Ordnung. Wir ließen Diago in Hamburg, vereinbarten, ihn dann am Dienstag wieder abzuholen. Das Telefonat am Dienstag ergab leider, das die Lähmung immer noch bestand, der Professor machte noch ein CT. Dieses ergab eine Vergrößerung des Vorfalls, so das operiert werden sollte. Diago wurde Mittwoch operiert – unsere Hoffnung, ihn bald wieder zu uns holen zu können, wurde enttäuscht, während der OP wurde ein Tumor entdeckt, der die Nerven abdrückte. Prof. Dr. Ali Hassan versucht, die Nerven freizulegen, entfernen konnte er den Tumor nicht. Er hatte aber die Hoffnung, das das Nervengewebe noch zu retten sei. Diago hat aber leider nie wieder seine hinteren Beine bewegen können. Wir haben das Pfingstwochenende noch abgewartet, die Zeit wollte Prof. Dr. Hassan ihm noch geben. Am Dienstag sind wir dann nach Hamburg gefahren – die Freude bei Diago war riesengross, als er uns sah. Unsere Trauer genauso – Diago, unser lebensfroher kleiner Clown…

Im Hof der Tierklinik haben wir uns dann von ihm verabschiedet, wir haben Stunden auf einer Decke in der Sonne gesessen und unseren Kleinen gestreichelt, mit ihm gekuschelt – ich habe ihm ganz fest versprochen, ihn nie mehr alleine zu lassen. Nach einem Gespräch mit Prof. Dr. Hassan haben wir uns dann entschieden, Diago gehen zu lassen. . Er schlief friedlich in unseren Armen, draußen in der Sonne ein.

Unser Kleiner hatte viele Freunde, viele Menschen haben mit uns um ihn getrauert, selbst in der Woche in Hamburg hat er seinen Charme versprühen lassen und dort die Tierpflegerinnen für sich begeistert.

Diago hat einen Platz in unserem Garten, unter einem Baum, unter dem er immer gerne gebuddelt hat – und tobt jetzt sicherlich auf der großen Wiese hinter der Regenbogenbrücke….

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